Praktische Beispiele zum Nachdenken

Praktisches Beispiel zum Nachdenken:

Nehme einen Stift und zeichne einen Kreis.

Zeichne daraufhin ein Viereck. Was fällt dir auf?

..

egal wie verschieden die Formen letztendlich aussehen, sie haben doch alle den selben Ursprung.

Gibt es überhaupt eine physische Realität?
Immanuel Kant glaubte, dass physische Realität, die Quelle unserer Wahrnehmung, real ist. Er erklärte, dass das, was wir über die Welt wissen, eine Interpretation unseres Gehirns ist.

Um zu verstehen was Kant meint, versucht mal die schwarzen Punkte auf dem Bild zu zählen!

(Quelle:,,http://www.bibliotecapleyades.net/ciencia/ciencia_consciousuniverse192.htm”)

Sag mir nicht, du könntest es!

Du kannst es natürlicherweise nicht, weil es keine schwarzen Punkte gibt! Dein Gehirn hat sich diese herumspringenden Punkte nur vorgestellt.

Die Übersetzung des äußeren Reizes, die dein Gehirn vom visuellen Kortex in das, in deinem Kopf erzeugte Bild überträgt, ist nichts als externe Muster von elektromagnetischen Wellen. Du magst vielleicht noch nie darüber nachgedacht haben, aber die Farbe Rot existiert nicht wirklich!

Die Farbe Rot ist so wie die schwarzen Punkte auf dem Bild nur eine Übersetzung, eine Darstellung, die für sie sinnvoll ist. Letztendlich ist die Farbe Rot eine subjektive Konstruktion aus nicht mehr als einer elektromagnetischen Welle mit einer bestimmten Frequenz, Amplitude und Phase.

Eine andere subjektive Darstellung der selben Farbe ”rot” haben zum Beispiel Insekten mit nur 2 Arten von Farbpigment-Rezeptoren.

Da sie die Farbe nicht sehen können, nehmen sie es als schwarz wahr, ohne zu wissen wie ihre Mitmenschen diese Farbe wahrnehmen.

Und da sind wir wieder bei Immanuel Kant. Wir sehen nicht die noumenale Welt, wir sehen nur unsere persönliche Version unserer Interpretation einer äußeren Realität.

,,Gummibärchenexperiment”!

(Quelle:,,https://www.worldofsweets.de/out/pictures/master/product/3/haribo-goldb-ren-relief-dose.jpg”)

Kaufe dir eine Gummibärchenpackung und öffne sie.

Nehme dir ein Gummibärchen mit verschlossenen Augen heraus.

Probiere herauszufinden welche Farbe (welchen ”Geschmack”) du im Mund hast.

Bestimmt wird es vorkommen, dass du ein paar Mal richtig liegst, da die Wahrscheinlichkeit zu treffen bei 16,67 % liegt. Aber glaube mir es wird garnicht so leicht sein herauszufiltern, wie dein Gelatineleckerli schmeckt.

Das zeigt uns, wie bei dem Experiment der physischen Realität, dass auch unser Geschmack nur eine elektromagnetische Welle mit einer bestimmten Frequenz, Amplitude und Phase ist. Die Assoziationen die wir mit dem Essgegenstand haben, lösen den Geschmack aus, welchen wir letztendlich schmecken. Bsp.(Apfel essen, wissen, dass wir gerade einen Apfel essen–> Apfelgeschmack)

Wasserstoffmoleküle beobachten

Dafür brauchst du eine Streichholzpackung, Wasser und einen Laserpointer. Stelle die Konstruktion wie im Bild auf und sorge mit einem anderen Streichholz dafür, dass sich am Ende des geknickten Streichholzes ein Wassertropfen bildet.

Richte nun den Laserpointer auf den Tropfen, mache das Licht im Raum aus und bestaune die Wasserprojektion auf einer Wand.

Dieses Laien Mikroskop stellt dir die Mikroebene von Wasser da. Das ist aber nur die oberflächliche Intention des Versuchs. Wenn du die kleinen Wasserstoffteilchen wieder auf die Makroebene beziehst, bilden diese wiederrum das Wassertröpfchen. Genauso ist es mit uns Menschen. Wir sind alle herumschwirrende und vor allem gleiche Teilchen. Zusammen bilden wir aber die Sozialisation. Wenn das jeder versteht, dass wir alle eins sind und nur zusammen etwas Großes bilden, sind wir auf einem guten Weg.

Simultanes Bewusstsein

– Berühre deine Nase mit deinem Zeigefinger

– Da du Kontakt herstellst, bemerkst du die Berührung sowohl auf der Nase als auch auf der Fingerspitze. (Gleichzeitiges Fühlen? Oder ist ein Gefühl vor dem anderen?)

– Wiederhole es bis du eine sichere Antwort hast

Manche von euch werden es jetzt immernoch versuchen, weil die Antwort nicht klar ist. Andere brauchten nur 3-4 Mal, um ein klares Ergebnis festzustellen. Das Gehirn versucht dir wahrscheinlich zu sagen das Gefühl sei gleich. Doch Dinge bestehen nicht immer darin wie sie scheinen. Die Wahreheit ist dass die 2 Nervensignale von der Nase und der Fingerspitze ihr Gehirn nicht gleichzeitig erreicht haben.

Es dauert bedeutend länger für einen Nervenimpuls, vom Finger bis ins Gehrin zu reisen, als von der Nase ins Gehirn. Der Nasenimpuls hat natürlich eine kürzere Entfernung abzuspulen als der Fingerspitzenimpuls. Man sollten den Unterschied normalerweise merken. Doch wieso fühlt er sich simultan an? Ganz einfach, unser Gehirn trickst uns aus.

Anfang der 80er Jahre hat Benjamin Libet bewiesen, dass bewusste Erfahrung wirklicher Gehirntätigkeit hinterherhinkt. Diese Verzögerung beträgt ca. eine halbe Sekunde, in welcher unser Gehirn eine glatte Simultan der Wirklichkeit baut. Man nennt es Simulierungsbewusstsein.

,,Der Inhalt unserer Bewusstseins wird bereits bearbeitet, reduziert und in den Zusammenhang gestellt, bevor wir es erfahren…Wir erfahren nicht die rohe Sinnesdaten, sondern eine Simulation von beiden Polen ” Felsturm Nørretranders, dänischer Autor.

Geschmacksexperiment mit verbundenen Augen und zugehaltener Nase.

Zutaten: Du kannst nehmen was immer du willst, achte auf den Veganismus 😉 (Bsp. 1 Apfel, 1 Banane, 1 Kiwi, 1/2 Broccoli, 1 Plaume, 1 Orange, 1/2 Gurke uvm. kann auch weniger sein, du brauchst letzendlich nur ein paar stückchen von jedem)

Nun schneidest du alles in gleich große Stückchen oder machst für ein konkreteres Ergebnis alles zu Brei, dann kann die Zunge nämlich nicht anhand der Konsistenz feststellen was du isst. Nun verbindest du dir die Augen und hälst deine Nase zu, während du von deinem Partner mit dem jeweiligen Brei gefüttert wirst.

Probiere nun zu unterscheiden, was du isst. Na?

Wir kennen dieses Phänomen ja schon von dem Gummibärchenexperiment. Da klappt das mit offener Nase, da die Bärli’s keinen Geruch abgeben. Bei diesem Experiment erkennen wir, dass wir mit geschlossener Nase unterschiedliche Nahrung, von welcher wir meinen sie zu erraten, nahezu nicht unterscheiden können. Das liegt auch hier nur an den Assoziationen, die wir mit diesem Gegenstand haben. Bei diesem Versuch kommen eben nicht nur die Sehassoziationen sondern auch die Geruchsassoziationen hinzu. Denn du wirst merken, wenn du dieses Experiment mit offener Nase ausführst, wirst du Manches leichter erschmecken können, da wir auch Geruch über den Rachen wahrnehmen können.

(Quelle:,,http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/codebase/popup/bild.php5?src=../../img/bibliothek/2015/10_15_nase4.jpg&alt=Das%20Nasen-Experiment,%20Rechte:%20WDR&b=480&h=360”)

Letztendlich lösen diese Assoziationen das Zuordnen des Geruches aus. Das sind aber elektromagnetische Wellen, die der Körper durch ein oder mehrere Sinnesorgane aufnehmen und an das Gehirn weiterleiten muss, sodass das Gehirn die vorgefertigte Assoziation des Gegenstandes übermitteln kann.

 

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