Grenzen- Wer ist nicht willkommen?!

Viele Menschen sind empört über den Bau der Grenzmauer zwischen den USA und Mexiko. Zu Recht!

Wir leben im 21. Jahrhundert, wieso grenzt man sich ab? Aus Schutz? Wovor? Vor Übergriffen? Vor Auseinandersetzungen? Vor nicht willkommenen Gästen?!

Genau das ist der springende Punkt, an dem ich festhalten möchte.

Die nicht willkommenen Gäste werden bereits seit vielen Jahrzehnten abgehalten und das überall auf der Welt. Sei es der Grenzzaun zwischen Indien und Bangladesch, mit sage und schreibe 4000km, oder die Grenzmauer zwischen Israel und Gaza, die griechisch-mazedonischen Grenze, und auch in Ungarn, Slowenien und Österreich.

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Dies sind nur einige, doch sie existieren schon.

In den Fokus möchte ich jedoch die Mauern und Zäune in Europa stellen. Die Zäune, die verhindern, dass Flüchtlinge nach Europa einreisen können. Die Mauern und Zäune, die mit Millionen und Milliarden unterstützt werden, um immer weiter ausgebaut und gepimpt zu werden.

Die aktuelle Situation, insbesondere in Syrien, veranlasst Opfer des Krieges dazu, ihr Zuhause schweren Herzens zurückzulassen und in ein sicheres Land mit Möglichkeiten zu ziehen. Fast täglich versuchen Migranten nach Europa zu kommen, um jeden Preis und sehr oft erfolglos. Nicht nur, dass es sich meist um mehrere hintereinander gebaute Zäune handelt, nein, sie sind auch noch mit Stacheldraht ausgestattet oder können sogar unter Strom gesetzt werden. Obendrein gibt es natürlich auch Guards, die sich nicht davor scheuen die Grenzen mit Gewalt zu „sichern“.

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Tausende Flüchtlinge wählen so den gefährlichen Weg über das Wasser um Spanien, Griechenland oder Italien zu erreichen. In viel zu kleinen Booten, mit viel zu vielen Passagieren, ohne Schwimmwesten, machen sie sich auf den Weg. Dieser Versuch endet dann meist tödlich. Und wer verdient daran? Schmuggler, die diese Chance auf ein besseres Leben für viel Geld verkaufen. Ohne Rücksicht auf Verluste und nur auf Profit aus.

Nur auf Profit aus…Woher wir das kennen? Natürlich, nun sind wir ja auch bei der Ursache der Flüchtlingswelle: Krieg ist natürlich auch ein Werkzeug um an Profit zu gelangen! Oder besser gesagt MEHR Profit. Die USA und auch Deutschland finanziert den IS und unzählige weitere Länder mit Waffen, steckt Milliarden Euro von Steuergeldern in genau diese Rüstungsindustrie. Und zerstört dann noch als „helfende Hand“ weiter das Zielland. Perfekt!

Wofür das alles? Na sicherlich geht es hier um wirtschaftliche Interessen, wie das Ölvorkommen und die Destabilisierung von Europa um den nächsten geplanten Schritt zu gehen. Worum es immer geht und schon immer ging. Den weiteren Krieg! Eben ohne Rücksicht auf Verluste. Wie viele Menschen aus ihrem Leben gerissen werden oder gar sterben? Das tut in diesem Spiel nichts zur Sache. Und bei uns wird weiter Angst geschürt vor dem bösen Terrorismus. Und als ob das schon nicht genug wäre, wird auch noch mit Aktiver Propaganda Wind gemacht gegenüber Flüchtlingen, die es dann doch nach Deutschland geschafft haben (welch Wunder!!). Ist es richtig, die Menschen über einen Kamm zu scheren und das schwarze Schaf immer bei den Ausländern zu suchen? Achja, so spielt sich das Spiel ja ganz von selbst.

Sollte man nicht immer bei sich selbst anfangen? Sollte man nicht die Ursache anstatt die Folge bekämpfen? In anderen Worten: Man sollte den Krieg beenden und somit die Ströme der Flüchtlinge.

Vergesst nicht, die Menschen haben nicht freiwillig ihr Land verlassen, der Krieg hat sie dazu veranlasst. Sie hatten die Wahl zwischen leben und sterben. Und haben das Leben gewählt! Sollte man ihnen jetzt nicht ein schönes, glückliches, sicheres Leben ermöglichen, was sie zurück lassen mussten?

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Wenn man sich die jetzigen Flüchtlingsunterkünfte anschaut, wird einem wirklich anders. Diesen Menschen wird bei der ungewollten Aufnahme, wenn sie nicht wieder zurückgeschickt werden, menschenunwürdige Umstände zugemutet. Sie werden teilweise wie Verbrecher behandelt. Dies verstößt eindeutig gegen Menschen- und EU-Recht. Wenn sie dann gnädiger Weise ein Asyl erhalten, können sie nicht wirklich auf Besserung hoffen. In Ländern wie Bulgarien und Italien werden sie festgehalten und haben keine Grundversorgung. Sie leben auf der Straße oder werden in Baracken gescheucht. Dies ist mit Sicherheit kein Leben für jemanden, der gerade sein Zuhause schweren Herzens zurück lassen musste. Dies ist ein Leben für niemanden.

Man sollte die Moral des Menschen nicht vergessen. Den Wert eines Menschen nie missachten. Und sich eines immer vor Augen führen: Wir sind alle verbunden, also beeinflusst es uns genauso. Wir können es spüren, dass hier etwas nicht richtig läuft und das schon lange. Wir können deutlich fühlen wie das Leben und die Welt langsam aus den Fugen gerät. Wie sich hier etwas wandelt. Und wir spüren, dass es an der Zeit ist Alarm zu schlagen, aufzuwachen und zu handeln. Keine Spielfigur vom Spiel des Lebens zu spielen. Wahrhaftiges Leben leben.

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